Thema: Internationalen Austausch wagen

Förderung von Auslandsaufenthalten in der beruflichen Bildung für Unternehmen, Angestellte, Selbständige und Kreative

Ein Auslandsaufenthalt lohnt sich nicht nur während des Studiums. Mehrere Programme ermöglichen, dass auch Berufstätige internationale Erfahrungen sammeln oder Unternehmen sich grenzüberschreitend austauschen können.

Der Jungunternehmer Andrea Longo und der erfahrene Unternehmer Jan Keulen bereuen nur eins. Dass die Zeit so schnell vergangen ist. Zwei Monate lang haben der Italiener und der Niederländer zusammen in Amsterdam an zwei Projekten gearbeitet, sich zu Menschenrechten und Meinungsfreiheit ausgetauscht, von einander gelernt. Die gemeinsame Arbeit hat beide bereichert.

Lebenslang Lernen: Für einen Auslandsaufenthalt ist es nie zu spät

Unter Schüler*innen und Studierenden sind internationale Austauschprogramme längst bekannt. Dass auch Menschen, die bereits im Berufsleben stehen, von einer Förderung profitieren können, wissen die wenigsten. Dabei werden in einer globalen, vernetzten Welt Offenheit und Neugierde, Fremdsprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen, Teamfähigkeit und Kreativität im Berufsleben immer wichtiger.

Häufig fehlt im Arbeitsalltag der Raum, um über den Tellerrand zu schauen und Neues zu lernen. Oder es mangelt an Kontakten zu Kollegen aus anderen Ländern. Dies will die EU mit den folgenden Förderprogrammen ändern. Sie unterstützen Erwachsene dabei, internationale Erfahrungen zu sammeln und ihre Fähigkeiten im Austausch mit Unternehmer*innen im Ausland zu erweitern. Die Programme haben zudem im Sinn, Innovationen zu fördern oder bewährten Verfahren bekannter zu machen. Vom beruflichen Praktikum über Hospitationen und Jobshadowing bis hin zur Weiterbildung oder der Teilnahme an einem Projekt, viele Varianten werden finanziell unterstützt. Auch die Länge des Auslandsaufenthalts variiert je nach Programm von wenigen Wochen bis zu zwölf Monaten.

Förderprogramme: internationaler Austausch für Berufstätige, Unternehmer*innen, Kreative

Als angehende Verwaltungsfachangestellte einen Einblick in den britischen Galeriebetrieb gewinnen und eine Ausstellung mitorganisieren. In Frankreich mehr über den Einsatz neuer Medien in den Sprachunterricht erfahren und Kolleg*innen aus Slowenien, Malta, England, Tunesien und Russland kennenlernen. Oder interkulturelle Kompetenzen in Island erwerben. Dies und viel mehr ermöglicht das Förderprogramm Erasmus+. Neben Studierenden bringt Erasmus+ auch Auszubildende, Mitarbeiter*innen aus der Bildungsbranche und sogar Personaler*innen ins Ausland. Einen internationalen Austausch für Künstler*innen und Kulturschaffenden ermöglicht wiederum das Programm i-Portunus, finanziert mit Mitteln von Creative Europe.

Junge Unternehmer*innen und erfahrene Unternehmer*innen verbindet Erasmus for Young Entrepreneurs (EYE). Mit dem Programm können Unternehmensgründer*innen ein bis sechs Monate finanziell bezuschusst bei einem Partnerunternehmen ihrer Wahl im Ausland hospitieren, gemeinsam ein Projekt bearbeiten, Einblick in andere Märkte gewinnen und ihre Fähigkeiten erweitern. Von dem Austausch und den frischen Ideen der Unternehmensgründer*innen profitieren auch die erfahrenen Unternehmer*innen. So hat bei einem Austausch die Fotografin Alexandra Jitariuc aus Rumänien die Kulturszene Berlins kennengelernt und viele Kontakte geknüpft, und die PR Expertin Tatjana Baļvas aus Lettland lernte in London, wie man erfolgreiche Kooperationen mit Journalist*innen und den Medien aufbaut.


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