Out Of The Box – Erfolgreiche Antragsteller im Interview

Ein Gespräch mit Marcus Fitzgerald, Get a GIG GmbH

Marcus Fitzgerald
(Gigmit Berlin)
Foto: Apolonia Wieland

Als Marcus Fitzgerald Kontakt zu Rosita Kuerbis aufnahm, kannte der CEO von GET a GIG GmbH die Förderlandschaft bereits gut. Passende Förderprogramme über das Bekannte hinaus aufzuspüren, war nun Rositas Aufgabe. Am Ende der Recherche hatte sie das passende Programm für das Projekt Live Music Accelerator gefunden. Das Projekt wurde mit 284.000 € gefördert und endet nach zwei Jahren Laufzeit Ende 2019.

Warum habt ihr Rosita mit einer Fördermittelrecherche beauftragt?
Mit unserer Online-Booking-Platform gigmit.de bringen wir Musiker*innen und Veranstalter*innen zusammen. Über die Jahre haben wir immer wieder Ideen für andere Projekte gehabt. Als wir Rosita angesprochen haben, hatten wir nicht die eine konkrete Vorstellung, sondern wollten schauen, für welche Vorhaben wir einen Förderer finden könnten. Rosita hat uns die Maßnahme Stärkung des Innovationspotentials in der Kultur – INP II von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa empfohlen und wir haben schnell erkannt, dass das Programm ideal zu unserer Idee eines Live Music Accelerators passt. Wir haben das Konzept ausgearbeitet und dann ging alles relativ schnell.

Worum geht es beim „Live Music Accelerator“?
Aus unserer Praxis wussten wir, dass viele Musiker*innen und auch Veranstaltungsorte ihre Gigs noch recht altmodisch mit Flyer und Plakaten bewerben. Das funktioniert aber so nicht mehr. Mit dem Projekt konnten wir insgesamt 150 Menschen, vorrangig noch unbekannte Künstler*innen und Betreiber*innen kleiner Clubs, Skills im digitalen Marketing vermitteln. Neben den sehr hochwertigen Workshops haben unsere Teilnehmer*innen ein Mediabudget bekommen, mit dem sie ihr neues Wissen direkt anwenden konnten. Wir haben die Kampagnen analysiert und ausgewertet und festgestellt, dass sich die Event-Zusagen im Schnitt verdreifacht haben und die Gigs besser besucht waren.

Wo war Rositas Beratung besonders hilfreich?
gigmit.de ist ein Zwitter, weil wir als Wirtschaftsunternehmen im Kulturbereich tätig sind. Die Herausforderung bestand darin, Förderprogramme zu finden, zu denen wir als Unternehmen zugelassen werden, um unsere nichtkommerziellen Projektideen in der Musikbranche umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit Rosita war super. Unkompliziert und mit wenig Aufwand für mich. Wir haben uns insgesamt dreimal getroffen. Nach dem Kick-Off ist Rosita auf die Suche gegangen. Sie war sehr gründlich und hat auch Vorgespräche mit den Förderern geführt. Am Ende hatten wir eine Mappe mit Programmen, bei denen wir uns sicher sein konnten, dass sie zu uns passen.

Was nimmst du aus dem Beratungsprozess mit?
Zum einen, dass die Vorstellung, dass man schon alles kennt, falsch ist. Auch wenn wir schon viel wussten, hat Rosita wenig bekannte Programme gefunden. Zum anderen, wenn es dann geklappt hat, darf man die Arbeit mit dem Fördergeber nicht unterschätzen. Rosita weist darauf immer wieder hin und sie hat absolut recht. Der administrative Aufwand ist wirklich hoch. Und wenn etwas anders läuft als geplant, sollte man immer abwarten, bis die Änderungsanträge schriftlich bestätigt wurden.

Wie geht es weiter? Wird es eine Fortsetzung vom „Live Music Accelerator“ geben?
Wir sind jetzt gerade in der Abschlussphase, erarbeiten die Doku samt Case Studies. Wir wollen die Erkenntnisse aus dem Projekt aber gerne weitertragen. Dazu haben wir ein Handbuch erarbeitet und prüfen, welche Kooperationen wir auch über Berlin hinaus knüpfen können.

Das Interview führte Elisabeth Wirth mit Marcus Fitzgerald (CEO) GET a GIG GmbH, Berlin.

Mehr zum Live Music Accelerator findest Du hier: www.livemusic.berlin
Zur Online-Booking-Platform geht es hier: www.gigmit.de


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