Erfolgreiche AntragsstellerInnen: ride2go GmbH

Das Mobilitätsprojekt Share Square mit einem Gesamtvolumen von 300.000 € wurde vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg zu 80 % gefördert. Ziel des Projektes von ride2go GmbH und den beiden Kooperationspartnern war, Mitfahrzentralen und Car-Sharing intelligenter zu verknüpfen. Die Lösung fördert Fahrgemeinschaften, indem sie Car-Sharing-NutzerInnen ermöglicht, beim Buchen des Autos automatisiert ein Inserat auf den Plattformen zu schalten. Der Administrationsaufwand war schon zu Beginn des Projektes hoch und für Projektleiter Yan Minagawa eine Herausforderung. Im Interview erzählt er, wie ich ihn von Herbst 2019 bis Mai 2021 durch den Förderzeitraum begleitet habe.

Yan Minagawa von ride2go
© Yan Minagawa

Vor welchen Herausforderungen standest du, als du dich auf die Suche nach externer Unterstützung gemacht hast?

Yan Minagawa: Bis unser Förderantrag für unser Projekt Share Square vom Verkehrsministerium bewilligt worden war, war mehr Zeit vergangen, als wir ursprünglich gedacht hatten. Als wir mit dem Projekt beginnen konnten, waren der Projektmanager und der Programmierer bereits in anderen Projekten, sie konnten nicht mehr wie ursprünglich gedacht an Share Square arbeiten. Wir, die ride2go GmbH, wollten das Projekt trotzdem machen. Verkehr betrachten wir als eine wichtige gesellschaftlich Aufgabe, und gerade beim Thema Mitfahrgelegenheiten ist das Potenzial groß. Um es zu nutzen, muss man es intelligenter machen.
Ich habe dann die Projektleitung übernommen und bin auf ein paar Hürden gestoßen. Die Kosten für den Programmierer, der inzwischen für eine Consultingfirma arbeitete, hatten wir im Projektplan als Lohnkosten veranschlagt. Diese mussten wir nun in Sachkosten für Honorare umwidmen. Das Ministerium sagte, das sei kein Problem. Es tatsächlich hinzubekommen wurde jedoch immer komplizierter. Als ich eine Freundin zurate zog und mit ihr den Projektplan anpasste, sagte sie: Ich glaube, was du brauchst, ist Unterstützung von jemandem, der sich mit den ganzen Förderinstrumenten auskennt. Sie empfahl mir Rosita. Bald darauf saß Rosita in meiner Küche. Wir hatten gleich einen guten Draht. Gepasst hat auch, dass Rosita kein Problem hatte, Remote mit mir zu arbeiten. Vor Corona war das ja noch ungewöhnlich. Im Herbst 2019 haben wir losgelegt.

Die Vorteile externer Unterstützung im Förderzeitraum

Wie seid ihr, du und Rosita, an die Zusammenarbeit herangegangen?

Yan Minagawa: Rosita hat sich in die Förderrichtlinien vom Verkehrsministerium eingegraben und mir geholfen, die Mittel umzuschichten und die Förderberichte zu schreiben. Sie hat sich um die Mittelabrufe und die finalen Verwendungsnachweise gekümmert und die Kommunikation mit dem Förderer übernommen. Sie war auch eine Art Ministeriumsdummy. Vorab hat sie sich immer in die Rolle des Ministeriums versetzt und überlegt: Was brauchen sie? Was wollen sie wissen? So sind wir immer gut vorbereitet in die Gespräche gegangen.
Rosita hat geholfen, dass alles viel weniger kompliziert wurde. Am Ende des Projektes hätte ich auch alles alleine machen können. Nur wäre das ein Desaster geworden, so chaotisch wie wir durch die Verzögerung gestartet sind. Nachdem gleich am Anfang die Kommunikation mit dem Ministerium für mich schwierig geworden war, hatte ich fast schon keine Lust mehr. Rosita hat mir den Weg gezeigt und mich durch Dschungel geführt, Kraft und Motivation gegeben. Ein Ministerium sagt ja nur, so passt das nicht. Rosita hat mir gezeigt, wie man es besser machen kann. Damit hat sie einen wesentlichen Beitrag zum Projekt geleistet.

In den Förderzeitraum ist dann auch die Pandemie gefallen. Welche Herausforderungen haben sich daraus während der Förderung ergeben und wie habt ihr sie gemeistert?

Yan Minagawa: Mit Corona ist der Bereich Fahrgemeinschaften leider komplett zusammengebrochen. Ziel des Projektes war auch, das entwickelte System in Kooperation mit Stadtmobil Rhein-Neckar auszuprobieren. Wir hatten für Mai 2020 eine PR-Kampagne und begleitende Öffentlichkeitsarbeit eingeplant. Zuerst einmal haben wir daher das Projekt verlängert und gehofft, dass wir im Sommer mit der Testphase beginnen können. Bald hat sich herausgestellt, dass es mit Corona nicht möglich sein wird, unseren Prototypen zu testen. Wir haben dann wieder einen Antrag auf Umschichtung der Mittel gestellt, um noch weitere technische Komponenten zu entwickeln. Unser System ist so weit, wir müssen es nur noch einschalten. Testen können werden wir es aber nicht vor Frühjahr/Sommer 2022.

Was nimmst du aus der Zusammenarbeit mit Rosita und dem Förderprozess mit?

Yan Minagawa: Ich habe gelernt, dass man jemanden wie Rosita von Anfang an in ein Förderprojekt einbinden sollte. Bereits in der Konzeption eines Projektes ist es wichtig, die Ausrichtung des Förderers genau im Blick zu haben. Eine Förderung haben wir beispielsweise nicht bekommen, weil wir den Forschungsaspekt im Konzept nicht deutlich genug gemacht hatten. Daher ist die Expertise von außen auch schon am Anfang Gold wert.
Sehr geholfen hat auch ihre etwas stoische Art, die Daten parallel zu der bestehenden Struktur in Google Drive abzulegen. Ich fand es erst merkwürdig, dass sie sich eine eigene Struktur aufgebaut hat und dann beide Ablagen bedienen musste. Bald habe ich gemerkt, dass das sogar besser funktioniert.
Profitiert haben wir auch von Rositas Netzwerk an Experten, die sie ran holen kann, wenn die Not da ist. An einem Punkt brauchten wir Formulierungshilfe bei der Textarbeit. Es war toll, dass sie jemanden anfragen konnte, der uns kurzfristig unterstützt hat.
Insgesamt ist man bei ihr mit dem Thema Förderung sehr gut aufgehoben. 

Das Interview führte Elisabeth Wirth.
Mehr zu Rosita Kuerbis: Über mich.


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